Demokratie-Weckruf für die KSAB

16.10.2024@12:36 [auch als Leserbrief publiziert in der AZ vom 18.10.2024 p26]
Weckruf

Dank ge­schickter Kon­struk­tion hat sich die im Jahre 2017 ge­grün­dete Kreis­schule Aarau-Buchs (KSAB) in vielen Be­reichen dem direkt­demo­kra­tischen Ein­fluss ent­ziehen können. Taktisch raffiniert dekla­riert der Schul­vor­stand gewisse Ent­scheide als «stra­te­gisch», womit dem Kreis­schul­rat die Hände ge­bunden sind; und das Volk hatte in all den Jahren sowieso kaum etwas zu sagen.

Vor knapp einem Jahr hat dann die Orts­bürger­ge­meinde Aarau in einer demo­kra­tischen Ab­stim­mung erst­mals auf­be­gehrt, und sich der Um­setzung der von der KSAB aus­ge­lösten Be­stel­lung für eine Mammut-Schule in den Weg gestellt. Das Komitee «Aarau auf Kurs» war instru­mental bei der Auf­klä­rung der Be­völ­kerung.

Und nun folgt mit dem Refe­ren­dum «Bil­dung statt Ver­wal­tung» ein weiterer, längst über­fälliger Demo­kratie-Weck­ruf. Der Schul­vor­stand brach sofort in Panik aus und ver­suchte, diesen demo­kra­ti­schen Prozess mit ver­schie­denen Stör­manövern zu be­hindern. Es schlägt nun aber dem Fass den Boden aus, wenn der Geschäfts­leiter Lukas Schaffner das Refe­ren­dums­komitee unter Zeit­druck setzen will mit seiner Be­hauptung, «es sei für die KSAB ... von Vor­teil, wenn die Unter­schriften so bald wie möglich ein­ge­reicht würden».

Hausaufgaben

Wie wäre es, wenn die von ihm geführte Orga­nisa­tion endlich die vor mehr als einem Jahr ein­ge­reichte An­frage «Voll­kosten pro Schüle­rin und Schüler» beant­worten würde? Es wäre näm­lich für eine gut funktio­nie­rende Demo­kra­tie von Vor­teil, wenn die KSAB korrekt, transparent und vor allem auch zeit­nah infor­mieren würde.

Also bitte, Haus­auf­gaben machen!



PS: Dieser Beitrag wurde ausgelöst durch den Artikel «Tagesschule in Gefahr?« in der AZ vom 16.10.2024 (online «Was bedeutet das Schulbudget-Referendum für Skilager und Tagesschule?» Geschäfts­leiter Lukas Schaffner baut gemäss dieses Artikels eine mehr als frag­würdige Droh­kulisse auf: Der Start der Tages­schule könnte um ein Jahr ver­zögert werden, die Ski­lager könnten evtl. nicht durch­geführt werden usw. Man kann diese KSAB-Truppe beim besten Willen nicht ernst nehmen.