Die Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) hat seit längerer Zeit bedenkliche Schieflage und das Projekt «Aarauer Obersstufenstandorte» ist seit November 2023 leckgeschlagen. Mit dem Rücktritt des langjährigen Stadtbaumeisters wird immer klarer, dass niemand aus dem «Führungsteam» langfristig Verantwortung übernehmen will für die Mammut-Schule, die man den Einwohnerinnen und Einwohnern von Aarau in den Rachen stopfen will. Wie anders ist es zu erklären, dass 4 von 7 Stadträten nicht mehr antreten zur Wiederwahl, und jetzt auch der langjährige Stadtbaumeister Jan Hlavica (einer der «wichtigsten Mitarbeiter der Stadt Aarau») einen vorzeitigen Abgang ankündigt?
Auslöser des ganzen Theaters um die Mammut-Schule ist übrigens die «Bestellung» der Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) für einen zentralen, stufendurchmischten Oberstufenstandort mit 66 Abteilungen; dieser Auftrag der KSAB an den Stadtrat ist weder bildungspolitisch abgestützt, noch haben Lehrerschaft oder Stimmvolk eine solche überdimensionierte Mammut-Schule bestellt. Die geplante Monster-Schule ist das Resultat einer falschen Politik der KSAB, kombiniert mit dem für Aarau typischen Vorgehen: Technokratisch-grössenwahnsinnig, undemokratisch, und schlecht geplant! Mittlerweile kann man zwar die Wünsche der KSAB getrost ignorieren, da jedem realistisch denkenden Menschen klar ist, dass die KSAB keine Zukunft hat. Das Experiment der «grössten Kreisschule im Kanton Aargau» ist mehr als kläglich gescheitert und wird mit grosser Wahrscheinlichkeit im 2027 mit dem Austritt der Gemeinde Buchs sein Ende finden.
Im Moment noch weniger klar ist, ob das Volk noch rechtzeitig realisiert, dass der stadträtliche Vorschlag für Variante B2y / Zelgli-18 & Telli-36 nichts anderes darstellt als eine «Mammut-Schule auf Raten» — Starten will man mit einem «kastrierten» Standort Zelgli-18 (Reduktion auf 18 Abteilungen, wegen Landverkauf an den Kanton absolut keine Möglichkeiten für spätere Erweiterungen), kombiniert mit Telli-36, was 2/3 der ursprünglichen Mammut-Schule entspricht. Eine Schule mit 36 Abteilungen ist immer noch völlig überdimensioniert für ein Oberstufe. Es ist weiter absehbar, dass der Standort Zelgli-18 früher oder später geschlossen wird, womit die Ideologen der KSAB und im Stadtrat ihr Ziel Telli-54 erreicht hätten. Aarau hätte die mit Abstand grösste Oberstufen-Schule der ganzen Schweiz...
Wie ist nun die Ankündigung zu werten, dass der Stadtbaumeister den Bettel auf Ende 2025 hinwirft? Insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass auf den gleichen Zeitpunkt hin auch ganze 4 von 7 Stadträten zurücktreten werden? Mir kommt jedenfalls ein bekanntes Sprichwort in den Sinn, das wunderbar beschreibt, was vor unseren Augen abläuft: «Die Ratten verlassen das sinkende Schiff».