Es ist dem Stadtrat erlaubt, selektiv aus dem Ortsbürgergemeindegesetz zu zitieren, um Propaganda für die «Mammut-Schule auf Raten» (2/3 jetzt, der Rest dann später) zu machen. Im gleichen Gesetz steht allerdings unter §2: «Die Ortsbürgergemeinden haben in erster Linie die Aufgabe der Erhaltung und der guten Verwaltung ihres Vermögens (Grundstücke, Stiftungen, Kapitalien usw.).» Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Es ist aber auch nicht verboten, das Gelesene zu verstehen.
Es sei dem Stadtpräsidenten weiter erlaubt zu behaupten, es handle sich beim Areal der Leichtathletikanlage nicht um wertvolles Bauland. Damit will er wohl davon ablenken, dass der Verband «aarau regio» (Aarau ist Mitglied!) im «Regionalen Sportanlagenkonzept RESAK» vom 9.12.2024 genau diese Anlage als «Sportanlage von regionaler Bedeutung» eingestuft hat. Ich zitiere aus diesem Bericht: «Die Strategie des RESAK entspricht der Anweisung, die spezifischen Potenziale zu berücksichtigen, die Funktionsfähigkeit zu erhalten (z.B. Betrieb von bestehenden Anlagen sichern) und die Standortattraktivität zu steigern.»
Die Absicht des Stadtrats, die Leichtathletikanlage Telli mit einer Mammut-Schule zu verbauen, steht also nicht nur im Widerspruch zur RESAK-Strategie, sie wird auch zahlreiche lokale Sport-Vereine heimatlos machen, z.B. Aarau Track Club, ALV Athletics – Kadertraining Sprint und Vorkadertraining, BC Alte Kanti Aarau, BTV Aarau Geräteturnen, Aarefisch Aarau und crossfire coaching. Die ersatzlose Zerstörung der Sportanlage würde auch die Bevölkerung hart treffen, insbesondere Jugendliche und Kinder, die sich dort gerne zu einem Ballspiel treffen. Die vermeintlich moderne «Wohnstrasse» ist nämlich kein Ersatz für einen Rasenplatz. Jedes Kind weiss das!