«Rathaus-Strategie» — Teil 2

12.03.2025@18:15
Sportanlage Telli zerstören

Die Absichten des Aarauer Stadt­rats in der Telli sind der Bot­schaft 2025-289 zu ent­nehmen. Ein langes Doku­ment, und viele der «Kärt­lein» sind so klein und un­scharf gehalten, dass auch Brille oder Lupe nichts nützen. Eben­falls äusserst be­schei­den ist der Infor­mations­gehalt in Bezug auf die Strategie, die man im Rat­haus ver­folgt - wer schon genug lange dabei ist und nicht ganz auf den Kopf gefallen ist, für den ist das folgende Szenario keine Über­raschung: Man hat ja aktuell mehr als 150 Millionen auf der hohen Kante, also kann man sicher mit der grossen Kelle anrichten. Hier die nächsten 20 Jahre im Zeitraffer:

ein Blick in die Zukunft

Die Bilanz am Schluss der Übung ist erbärm­lich:

  • Man hat die Leicht­athletik­anlage Telli komplett zerstört.
  • Man hat den Rasen­platz im Zelgli komplett zerstört (das ganze Gelände hat man an den Kanton verkauft, der dann dort die NKSA erweitern wird...)
  • Der kastrierte Stand­ort Zelgli (statt wie heute 24 Abtei­lungen nur noch 18 Abtei­lungen, absolut keine Möglich­keit für einen Ausbau — Stufen­durch­mischung funktioniert nicht!) muss an den Kanton «vertschuttet» werden, um die klamme Kasse etwas auf­zu­bessern.
  • Mit einer teuren Sanie­rungs­übung (50+ Millionen!) hat man zwar das Hallen­bad in der Telli für weitere rund 20 Jahre über die Runden gebracht, aber 2045 (spätestens 2050) ist fertig lustig. Aarau wird das Hallen­bad Bau­jahr 1973 end­gültig ab­reissen müssen (Kosten 4 bis 7 Millionen). Da die Kassen leer sind, wird sich Aarau die dann­zumal 75 Millionen für ein neues Hallen­bad nicht leisten können. Aarauerinnen und Aarauer werden sich dann zu den Rand­stunden (wenn sie Glück haben) im neuen, wett­kampf­tauglichen 50m-Hallen­bad in Ober­ent­felden (Regiobad) vergnügen dürfen. Oder vielleicht reichts es für eine Über­dachung des 50m-Schwimm­beckens im Schachen, das ist nicht ausgeschlossen. Bis dann wird man ja mit Sparen ver­traut sein...
  • Immer­hin haben wir dann in der Telli eine Mammut-Schule. Es ist auch garantiert, dass wir regel­mässig in den Schlag­zeilen sein werden, weil sich eine solche Riesen­schule gar nicht sinn­voll führen lässt. Klar ist, dass alle, die heute die techno­kratische «Strategie» des linken Stadt­rats unter­stützen, dann­zumal absolu tkeine Ver­ant­wortung über­nehmen werden. Eben­falls keine Über­raschung ist, dass 4 von 7 Stadt­räten im Herbst 2025 gar nicht mehr an­treten werden, und auch der Stadt­bau­meister hat schon ange­kündigt, dass Ende 2025 vor­zeitig Schluss ist. Das Motto unser Vordenker ist klar: Nach uns die Sint­flut!

Es gibt aller­dings auch Hoffnung. Eine Gruppe enga­gierter Personen — seit 2023 bekannt als «Aarau auf Kurs» — hat ein Positions­papier publi­ziert, das die Schul­raum­planung und die Sport­infra­struktur­planung geschickt ver­netzt und auf­zeigt, wie man mit bescheidenen Mitteln deut­lich bessere Lösungen reali­sieren könnte.

Klar ist: Ein JA zur Mammut-Schule ist ein NEIN zum Sport. Jede andere Inter­pre­tation ist un­ehr­lich!