Nachdem sich schon in der Kreisschule Aarau-Buchs (KSAB) «nordkoreanische Verhältnisse» breitmachen (nicht nur wird der Kreisschulrat, das demokratisch gewählte Parlament der KSAB, abgeschafft, auch die Vizepräsidentin des Schulvorstands, Corinne Trachsel, ist mit leerem Demokratie-Rucksäcklein unterwegs («...wenn ein Parlament etwas entscheidet, dann ist es entschieden»), fällt nun der Vorstand SP Aarau mit verstörenden und äusserst demokratiefeindlichen Forderungen auf. Man kann nur hoffen, dass die Aarauer Stimmbürgerinnen und Stimmbürger im Herbst Namen von Personen auf die Stimmzettel schreiben werden, die sich auch klar zur direkten Demokratie und unseren Werten bekennen.
Noch ein paar weitere Gedanken:
- Wer mit Zahlen argumentiert, sollte rechnen können: 25% von 7 (Stadtratssitzen) entspricht 1.75. Natürlich ist «Runden» erlaubt, aber 1.75 gerade aufrunden auf 3? Die SP Aarau ist — wie bei vielen anderen Themen — in einer Parallelwelt unterwegs...
- Es geht aber nicht nur um Zahlen!. Gerade Linke monieren immer wieder, dass Minderheiten keine Stimme hätten. Wie steht es also um die Ansprüche der kleinen Parteien in der Stadt Aarau? Wer vertritt jene 75%, die — immer gemäss SP-Logik — in der Minderheit sind?
- Seit wann bestimmt eine kleine Stadtpartei wie die SP Aarau, wer in der Schweiz das passive Wahlrecht hat? Vorläufig gilt immer noch: «Sämtliche über 18-jährigen Schweizerinnen und Schweizer haben das aktive und passive Wahlrecht.»
- Aufgestellt ist nicht zu verwechseln mit gewählt. Das gilt übrigens auch für die drei SP-Kandidaten. Wer schlussendlich im Stadtrat sitzen wird, das werden die Aarauer Wählerinnen und Wähler im Herbst 2025 entscheiden, nicht die SP Aarau.
- Jede Argumentation auf der Basis von Wahlresultaten in der Vergangenheit verkennt die Tatsache, dass es im Herbst 2025 in Aarau anders als von der SP Aarau erwartet aussehen könnte. In vielen Ländern sind die Menschen aufgewacht und haben realisiert, dass marxistisches Gedankengut (gut getarnt als ESG (Environmental, Social and Governance), Agenda 2030 und Kimaagenda) uns direkt in die Armut führt.
- Das Wort «Anspruch» im Zusammenhang mit Wahlen zeigt wunderbar, welches Gedankengut der Vorstand der SP Aarau vertritt. Demokratie ist gut, solange das Volk «richtig» entscheidet.
Es sei hier klar gesagt. Ich habe zu einigen SP-Wählerinnen
und SP-Wählern nicht nur ein ausgezeichnetes Verhältnis,
als Sachpolitiker ziehe ich auch bei diversen Themen am gleichen
Strick (z.B. beim Mitteldamm,
bei der Mammut-Schule und bei
der Sportinfrastruktur).
Das bedeutet nicht, dass wir auch bei anderen Themen gleicher Meinung wären.
Im Gegensatz zu Nordkorea ist es aber in Aarau (vorläufig
noch) erlaubt, eine andere Meinung als die Mehrheitsmeinung
(oder die von gewissen Gruppen deklarierte «korrekte»
Meinung) zu vertreten. Und im Gegensatz zu
Ideologen bin ich nicht gefangen im billigen Links/Rechs-Schema,
sondern ich bewege mich auf einer ganz anderen Achse und ich setze
mich mit voller Energie ein für gute Lösungen, so dass sich Aarau
in die richtige Richtung bewegt. Aarau kann es besser!
Zum Schluss: Es gibt eine Grosszahl von Möglichkeiten, wie man sich zum Thema «Demokratie in der Schweiz» weiterbilden kann. Wer des Lesens mächtig ist und Freude an Bildern und Grafiken hat, der kann z.B. mit dieser Broschüre starten. Oder etwas allgemeiner: Das politische System der Schweiz, inkl. ein Verweis auf die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Auch «Genossen» im Vorstand der SP Aarau dürfen sich bilden!