«SP Aarau — quo vadis?

17.03.2025@05:15
Weisheiten der SP

Nachdem sich schon in der Kreis­schule Aarau-Buchs (KSAB) «nord­korea­nische Ver­hältnisse» breit­machen (nicht nur wird der Kreis­schulrat, das demo­kra­tisch ge­wähl­te Par­la­ment der KSAB, ab­ge­schafft, auch die Vize­präsi­dentin des Schul­vor­stands, Corinne Trachsel, ist mit leerem Demo­kratie-Ruck­säck­lein unter­wegs («...wenn ein Par­la­ment etwas ent­schei­det, dann ist es ent­schieden»), fällt nun der Vorstand SP Aarau mit ver­stören­den und äus­serst demo­kratie­feind­lichen Forde­rungen auf. Man kann nur hoffen, dass die Aarauer Stimm­bürge­rinnen und Stimm­bürger im Herbst Namen von Personen auf die Stimm­zettel schreiben werden, die sich auch klar zur direkten Demo­kratie und unseren Werten bekennen.

Noch ein paar weitere Gedanken:

  • Wer mit Zahlen argu­men­tiert, sollte rechnen können: 25% von 7 (Stadt­rats­sitzen) ent­spricht 1.75. Natür­lich ist «Runden» erlaubt, aber 1.75 gerade aufrunden auf 3? Die SP Aarau ist — wie bei vielen anderen Themen — in einer Parallel­welt unter­wegs...
  • Es geht aber nicht nur um Zahlen!. Gerade Linke monieren immer wieder, dass Minder­heiten keine Stimme hätten. Wie steht es also um die An­sprüche der kleinen Parteien in der Stadt Aarau? Wer vertritt jene 75%, die — immer gemäss SP-Logik — in der Minder­heit sind?
  • Seit wann bestimmt eine kleine Stadt­partei wie die SP Aarau, wer in der Schweiz das passive Wahl­recht hat? Vor­läufig gilt immer noch: «Sämt­liche über 18-jährigen Schweize­rinnen und Schweizer haben das aktive und passive Wahlrecht.»
  • Auf­ge­stellt ist nicht zu ver­wechseln mit gewählt. Das gilt übri­gens auch für die drei SP-Kandidaten. Wer schluss­end­lich im Stadt­rat sitzen wird, das werden die Aarauer Wähler­innen und Wähler im Herbst 2025 ent­scheiden, nicht die SP Aarau.
  • Jede Argumen­tation auf der Basis von Wahl­resultaten in der Ver­gangen­heit ver­kennt die Tat­sache, dass es im Herbst 2025 in Aarau anders als von der SP Aarau erwartet aussehen könnte. In vielen Ländern sind die Menschen auf­gewacht und haben realisiert, dass marxis­tisches Gedanken­gut (gut getarnt als ESG (Environ­mental, Social and Governance), Agenda 2030 und Kima­agenda) uns direkt in die Armut führt.
  • Das Wort «Anspruch» im Zusammen­hang mit Wahlen zeigt wunder­bar, welches Gedanken­gut der Vorstand der SP Aarau vertritt. Demo­kratie ist gut, solange das Volk «richtig» ent­scheidet.

Es sei hier klar gesagt. Ich habe zu einigen SP-Wähle­rinnen und SP-Wählern nicht nur ein aus­gezeich­netes Ver­hältnis, als Sach­politiker ziehe ich auch bei diversen Themen am gleichen Strick (z.B. beim Mittel­damm, bei der Mammut-Schule und bei der Sport­infra­struktur). Das bedeutet nicht, dass wir auch bei anderen Themen gleicher Meinung wären. Im Gegen­satz zu Nord­korea ist es aber in Aarau (vor­läufig noch) erlaubt, eine andere Meinung als die Mehr­heits­meinung (oder die von gewissen Gruppen deklarierte «korrekte» Meinung) zu ver­treten. Und im Gegen­satz zu gute Lösungen für Aarau Ideologen bin ich nicht gefangen im billigen Links/Rechs-Schema, sondern ich bewege mich auf einer ganz anderen Achse und ich setze mich mit voller Energie ein für gute Lösungen, so dass sich Aarau in die richtige Richtung bewegt. Aarau kann es besser!

Zum Schluss: Es gibt eine Gross­zahl von Möglich­keiten, wie man sich zum Thema «Demo­kratie in der Schweiz» weiter­bilden kann. Wer des Lesens mächtig ist und Freude an Bildern und Grafiken hat, der kann z.B. mit dieser Broschüre starten. Oder etwas all­ge­meiner: Das poli­tische System der Schweiz, inkl. ein Ver­weis auf die Bundes­ver­fassung der Schweize­rischen Eid­genossen­schaft. Auch «Genossen» im Vorstand der SP Aarau dürfen sich bilden!