Der Stadtrat hat «kommuniziert» zum Thema Schulraum. Einmal mehr ist ersichtlich, dass die Pläne des Stadtrats im direkten Widerspruch stehen zu breit abgestützten, strategischen Leitlinien der Stadt Aarau.
- «Die Stadt verkauft grundsätzlich kein Land, sondern gibt es im Baurecht ab.» Das steht klipp und klar in der Immobilienstrategie. Der Stadtrat macht das Gegenteil, indem er im Zelgli 17'296 m² an den Kanton verkaufen will.
- Im regionalen Sportanlagenkonzept RESAK steht schwarz auf weiss: Die Sportanlage Telli ist eingestuft als «Sportanlage von regionaler Bedeutung». Der Stadtrat behauptet im offenen Widerspruch dazu, «es sei aber keine Anlage von regionaler Bedeutung». Mit dieser Täuschung will man die Zerstörung der Leichtathletikanlage Telli legitimieren, auf der unter anderem die «Red Boots Aarau» (FC Aarau Frauen) und die Junioren des FC Rohr trainieren.
- Gemäss Gemeindesportanlagenkonzept GESAK sind «zusätzliche Kapazitäten auf Rasensportfeldern» zu schaffen. Im klaren Widerspruch dazu plant der Stadtrat nun auch die Zerstörung des städtischen Rasensportfelds im Zelgli, wo der Ballsportclub BSC Zelgli trainiert. Dieser betreibt zusammen mit dem FC Erlinsbach die grösste Frauenfussballabteilung des Kantons.
- Die Schnapsidee, den Schulstandort Zelgli in Zukunft mit Neubauten auf der Schanz zu erweitern, ist ähnlich gut durchdacht wie Stadtrat Thürs Plan B, die Mammut-Schule in den Gönhardgütern zu bauen. Wie tief will man sich mit der Ideologieschaufel noch eingraben?
Wieso gibt man nicht ehrlich zu, dass der Landverkauf im Zelgli gar nicht notwendig ist für die Realisierung der Oberstufenstandortstrategie? Und einen Landverkauf (netto fast 10'000 m²) als «Landabtausch» zu tarnen, das ist der Glaubwürdigkeit des Stadtrats auch nicht gerade förderlich.
Am 24. März 2025 wird sich im Einwohnerrat zeigen, wer NEIN sagt zu den Plänen des Stadtrats, und damit JA zu intelligenter Pädagogik, JA zu guter Schulraumplanung, JA zu vorausschauender Sportinfrastrukturplanung und vor allem auch JA zum Sport!