Netto Null Ahnung

15.03.2026@14:10
schlecht verdaut

Bei jeder Abstimmung gibt es Gewinner und Verlierer. Und dann gibt es auch noch schlechte Verlierer. Die GLP Aarau masst sich an, der Ortsbürgergemeinde Aarau vorzuschreiben, was sie zu tun hat und was sie zu lassen hat. Eine Gruppe von «moralisch Erleuchteten« ist einmal mehr ohne Kenntnis der gesetzlichen Grundlagen und über weite Strecken faktenfrei unterwegs, aber Hauptsache man kann etwas Lärm machen.

Die Aufgaben der Ortsbürgergemeinde Aarau sind nicht nur wohl definiert im Gesetz über die Ortsbürgergemeinden (OBGG/SAR 171.200), sondern die Aufgaben sind auch klar priorisiert. Seit Jahren haben gewisse Leute das Gefühl, man könne die Ortsbürgergemeinde nach Belieben über den Tisch ziehen. Man kann das natürlich versuchen, aber man soll sich dann bitte nicht aufregen, wenn die Ortsbürger sich das nicht gefallen lassen. Die Ortsbürgergemeinde entscheidet nun einmal unabhängig von der Einwohnergemeinde, basta!

Ortsbürgergemeindegesetz

Selbstverständlich ist es zulässig, die wichtige Frage zu stellen, ob es Aufgabe der Ortsbürgergemeinde ist, der Stadt Aarau Land für die Mammut-Schule zur Verfügung zu stellen. Bei der Beantwortung dieser Frage sollte man sich aber weder von Ideologie noch von Emotionen leiten lassen, sondern in erster Linie die gesetzlichen Rahmenbedingungen analysieren. Genau das ist auf der Seite https://AarauAufKurs.ch/OBG/aufgabe.html gemacht worden. Viel Spass beim Lesen und Verstehen!

Faktisch falsch ist zudem die Behauptung, «Aarau auf Kurs» hätte keine Alternative zur Mammut-Schule aufgezeigt. Man kann auf der Seite Der Plan (oder ausführlicher im Positionspapier «Vernetzung von Schulraumplanung und Sportinfrastrukturplanung in Aarau) nachlesen, welche Alternativen sinnvoll sind.

Wer glaubt oder behauptet, die Verhinderung der Mammut-Schule hätte in Aarau sinkende Unterrichtsqualität zur Folge (so die GLP Aarau in ihrer lärmigen Medienmitteilung), der sollte sich raschestmöglich mit der stufendurchmischten Oberstufe Frick auseinandersetzen, wo «moderne Konzepte» wie integrative Stufendurchmischung, Lernateliers und Lernlandschaften bei den rund 600 SuS offenbar eher selten zu den gewünschten Lernerfolgen führen. Immerhin tönt es gut:

«Innerhalb jeder Lernlandschaft (also pro Jahrgang) sitzen Realschüler, Sekundarschüler und Bezirksschüler gemeinsam in den Lernateliers. Diese Ateliers sind niveaudurchmischt (leistungsheterogen), d.h. Schüler aller drei Leistungsstufen (Real, Sek, Bez) arbeiten dort nebeneinander an individuellen oder niveaugerechten Aufgaben, oft mit Wochenplänen, Lerncoachings und selbstorganisierten Phasen.».

Auch wenn die Verlierer jetzt noch etwas Lärm machen, das ändert nichts am Resultat. Die Ortsbürger haben entschieden, die inhaltsleeren Floskeln der Anhänger der Mammut-Schule haben nicht verfangen. Und so ziehe ich jetzt einen Schlussstrich unter die aktuelle Runde «Referendumsabstimmung». Mein Fokus liegt nun auf den drei nächsten Runden...




PS: Für die Nachwelt festgehalten:
leere Floskeln versenkt