Kostspielige Eniwa-Strategie

16.02.2025@06:22
2021 is the year

Fehler können passieren, jedem von uns. Es ist aller­dings auch nicht verboten, aus Fehlern zu lernen. Proble­matisch wird es, wenn andere für die Fehler bezahlen müssen. Dann stimmt nämlich das Anreizs­ystem nicht, das den Verursacher von Fehlern dazu anhalten würde, sein Verhalten zu ändern.

Die «Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand»-Strategie des Monopol­betriebs Eniwa (zu 95.37% im Besitz der Stadt Aarau) ist ein Parade­beispiel für eine Situation mit defektem Anreiz­system. Auch nach jahre­langen Rechts­verfahren, die mit zwei glas­klaren Gerichts­urteilen gegen die Eniwa geendet haben (Ver­waltungs­gericht Aargau und Bundes­gericht), ist nicht mal ein Hauch von Ein­sicht erkenn­bar im Ver­waltungs­rat oder in der Ge­schäfts­leitung der Eniwa.

Die Unein­sichtig­keit der Eniwa-Führung kostet uns sowohl als Zwangs­strom­bezüger als auch als Eigen­tümer der Eniwa viel Geld, irgend­wo zwischen 2 und 4 Mil­li­onen Franken pro Jahr. Der exakte Schaden hängt von diversen Pa­ra­me­tern ab, z.B. Strom­preis im Markt (die Eniwa ist Netto­käufer!), Wasser­gang der Aare usw. Klar ist, dass die Uhr tickt — und bei Fr. 4 Mio. pro Jahr läppert sich das zusammen:

Schaden seit dem 1.1.2025
Fr. 

Schaden seit dem 1.1.2020
Fr. 

Wie lange müssen wir noch zuschauen, wie das Aare­wasser «unter­nutzt» an uns vorbei­fliesst? Wann wird der Stadt­rat seine Eigen­tümer­verant­wortung war­nehmen? Wann wird der Stadt­rat endlich handeln?