Fehler können passieren, jedem von uns. Es ist allerdings auch nicht verboten, aus Fehlern zu lernen. Problematisch wird es, wenn andere für die Fehler bezahlen müssen. Dann stimmt nämlich das Anreizsystem nicht, das den Verursacher von Fehlern dazu anhalten würde, sein Verhalten zu ändern.
Die «Mit-dem-Kopf-durch-die-Wand»-Strategie des Monopolbetriebs Eniwa (zu 95.37% im Besitz der Stadt Aarau) ist ein Paradebeispiel für eine Situation mit defektem Anreizsystem. Auch nach jahrelangen Rechtsverfahren, die mit zwei glasklaren Gerichtsurteilen gegen die Eniwa geendet haben (Verwaltungsgericht Aargau und Bundesgericht), ist nicht mal ein Hauch von Einsicht erkennbar im Verwaltungsrat oder in der Geschäftsleitung der Eniwa.
Die Uneinsichtigkeit der Eniwa-Führung kostet uns sowohl als Zwangsstrombezüger als auch als Eigentümer der Eniwa viel Geld, irgendwo zwischen 2 und 4 Millionen Franken pro Jahr. Der exakte Schaden hängt von diversen Parametern ab, z.B. Strompreis im Markt (die Eniwa ist Nettokäufer!), Wassergang der Aare usw. Klar ist, dass die Uhr tickt — und bei Fr. 4 Mio. pro Jahr läppert sich das zusammen:
Schaden seit dem 1.1.2025
Fr.
Schaden seit dem 1.1.2020
Fr.
Wie lange müssen wir noch zuschauen, wie das Aarewasser «unternutzt» an uns vorbeifliesst? Wann wird der Stadtrat seine Eigentümerverantwortung warnehmen? Wann wird der Stadtrat endlich handeln?