Die Schweiz hat die schlechtesten Pisa-Resultate aller Zeiten. Schlechter als im Jahr 2000. Fast ein Drittel der 15-Jährigen versteht einfachste Texte nicht, obwohl die Bildungsausgaben in den vergangenen 25 Jahren um sagenhafte 69 Prozent angestiegen sind. Ein nicht zu vernachlässigender Teil des Abstiegs lässt sich durch die veränderte Zusammensetzung der Schülerschaft erklären: Das unterste Viertel, darunter (zu) viele Schüler mit Migrationshintergrund ohne Landessprache zu Hause, zieht den Schnitt nach unten. Der Rest der Erklärung liegt aber in der Schule selbst – integrative Ideologie und rasch sinkende Bereitschaft, Leistung einzufordern.
PISA-Resultate der Schweiz (2000–2025)
| Jahr | Mathematik Punkte / OECD-Rang |
Lesen Punkte / OECD-Rang |
Naturwissenschaften Punkte / OECD-Rang |
|---|---|---|---|
| 2000 | 529 / Top 10 | 494 / ca. 15–17 | ca. 496 / – |
| 2003 | 527 / 7–9 | 499 / ca. 13 | 513 / Top 10 |
| 2006 | 530 / 6 | 499 / ca. 13 | 512 / ca. 15 |
| 2009 | 534 / 6 | 501 / ca. 13 | 517 / ca. 13 |
| 2012 | 531 / 7 | 509 / ca. 14 | 515 / ca. 17 |
| 2015 | 521 / 8 | 492 / ca. 20+ | 506 / ca. 18 |
| 2018 | 515 / ca. 11 | 484 / ca. 25+ | 495 / ca. 23 |
| 2022 | 508 / 2. Europa | 483 / ca. 19 | 503 / ca. 13 |
| 2025 | 499 / 4. | 470 / über Durchschnitt | 501 / 8. |
Der Traum, alle Kinder seien gleich motiviert, gleich talentiert und gleich fleissig, hat das Niveau massiv gesenkt. Weniger Frontalunterricht, weniger Üben, weniger Korrektur. Der Lehrer als Coach. Die Schüler nennen das treffend «Schule ohne Lehrer». Das schadet allen – besonders aber den Schwächeren. In der Primarschule Aarau sind die Folgen deutlich sichtbar. Warum soll man solchen Unsinn nun mit der Mammut-Schule auf die Oberstufe ausweiten?
«Leave No Child Behind» und «Ensure inclusive and equitable quality education and promote lifelong learning opportunities for all» (Agenda 2030) tönen wunderbar. Allzu leicht geht dabei vergessen, dass das proklamierte Ziel, «alle haben die gleiche Bildung», auch dann erreicht ist, wenn alle nichts mehr können. Gleichmacherei und Leistungsfeindlichkeit sind Gift für das Bildungsniveau und führen schlussendlich zum Untergang unserer Gesellschaft.
Die in der Telli geplante Mammut-Schule ist ein ideologisches Projekt, das die dreigliedrige Oberstufe (Real, Sek, Bez) zum Verschwinden bringen soll. Die Leistungsorientierung wird abgeschafft, damit einige wenige Schüler einzelne Fächer in höheren Stufen besuchen können. Das Debakel der integrativen Primarschule soll sich nun auch auf der Aarauer Oberstufe wiederholen. Hier planen Vordenker eine Schulkonzeption, die für die meisten Schülerinnen und Schüler nur Nachteile bringt. Nein zur Abschaffung der Bez im Zelgli! Nein zur überdimensionierten Mammut-Schule in der Telli! Nein zur Abschaffung der leistungsorientierten Oberstufe! Wir brauchen in Aarau Qualität statt Quantität. Kleine Schulen mit motivierten Lehrerinnen und Lehrern sind die beste Garantie für gute Bildung.
Schluss mit der Nivellierung nach unten. Man darf Leistung einfordern, auch in einem modernen Bildungssystem!
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