Wieder Fake News im Regionaljournal Aargau Solothurn vom 20.08.2026 — sorgfältige Recherche war gestern, der Staatsrundfunk hat immer noch keine Ahnung:
Regionaljournal Aargau Solothurn 20.08.2026, 12:03 Uhr
Transkript (mit Kommentaren)
Nicht nur werden Unwahrheiten verbreitet, sondern man lässt nach einem wahrlich spektakulären Urteil des Verwaltungsgerichts Aargau den CEO der unterlegenen Partei Eniwa ausführlich zu Wort kommen, während man die deutlich obsiegende Partei nicht einmal um eine Stellungnahme angefragt hat. Auch wenn es die Eniwa nicht wahrhaben will und der Staatssender zu faul (oder einfach unfähig) ist für eine solide Recherche: Der Mitteldamm ist ISOS-geschütztes, natürlich gewachsenes Terrain, das sich zwischen zwei künstlich angelegten Kanälen befindet, d.h. es gibt rein gar nichts «rückzubauen» — und aufgrund der Entstehungsgeschichte ist auch klar, dass der Mitteldamm keine «aufgeschüttete Insel» ist.
FAKT:
Der Mitteldamm ist kein künstlich aufgeschüttetes Bauwerk, sondern
natürlich gewachsenes Aare-Terrain (Schotter/Aue), das beim Ausbaggern der
beiden Kraftwerkskanäle (1873 bzw. 1912/13) stehen blieb.
→ Ausführliche Entstehungsgeschichte mit Quellen
Ehrliche Lagebeurteilung:
Das Verwaltungsgericht hat die Kritik des Vereins
«Rettet
den Mitteldamm materiell zu 100 % gestützt.
Das Konzessionsgesuch der Eniwa konnte den juristischen
Anforderungen überhaupt nicht genügen – es war schlicht
unprofessionell und schludrig gemacht. Nicht die Einsprecher
verzögern das Projekt, sondern eine Bauherrschaft, die
sich foutiert um die gesetzlichen Vorgaben
(USG,
NHG).
Hier sind weitere Beiträge zum Mitteldamm, für dessen Erhalt ich mich persönlich einsetze, auch in meiner politischen Arbeit:
- 08.08.2026: Mitteldammfest 2026 (mit Videos und Songs)
- 16.02.2025: Kostspielige Eniwa-Strategie
- 26.01.2025: Bundesgericht — klares Mitteldamm-Urteil
- 29.10.2024: Fake News im Staatsrundfunk
- 23.10.2024: Hammerurteil Verwaltungsgericht AG
- 17.09.2024: «viva» el Mitteldamm
- 11.09.2024: «Amazonas der Schweiz»
PS: Es ist übrigens nie zu spät, den Wert dieses einmaligen Erholungsraums zu erkennen und sich für den Erhalt des Mitteldamms einzusetzen:
- Mitglied werden im Verein «Rettet den Mitteldamm»
- Patronat für 1m Mitteldamm übernehmen (Aktion Meter-um-Meter, siehe dazu auch diesen Bericht in der AZ vom 06.01.2024)
- Familie, Freunde, Bekannte und Schul- und Arbeitskolleginnen auf die Problematik aufmerksam machen und sie dazu animieren, ebenfalls mitzumachen.